Kosten einer Studienplatzklage

Wer eine Studienplatzklage gegen eine Hochschule einreicht, muss mit nicht unerheblichen Kosten rechnen, die im Lauf des Verfahrens beglichen werden müssen. Die Höhe der Kosten für eine Studienplatzklage ist dabei zwar gesetzlich geregelt, jedoch hängt die genaue Summe immer vom Einzelfall ab und kann von mehreren Faktoren beeinflusst werden.

Zu den Kostenfaktoren gehören immer der eigene Anwalt sowie Gerichtskosten und Verwaltungsgebühren. Teilweise müssen auch die Kosten des Anwalts der Hochschule (falls diese einen beauftragt) vom Kläger getragen werden.

Zudem beeinflusst natürlich die Anzahl der Studienplatzklagen die Kosten erheblich: Wenn du über deinen Rechtsanwalt nur in einem Studiengang eine Studienplatzklage einreichst sind die Kosten natürlich geringer, als wenn du dies in mehreren Studiengängen tust.

Die Höhe der Kosten im Einzelnen

Gerichtskosten

Die Höhe der Kosten einer Studienplatzklage vor einem Gericht sind gesetzlich geregelt, aber immer abhängig Streitwert, der je nach Verwaltungsgericht für einen Studienplatz häufig zwischen 2.500 Euro und 5.000 Euro angesetzt wird. Im durch deinen Rechtsanwalt eingeleiteten Eilverfahren (du möchtest ja sofort studieren und nicht erst in mehreren Jahren – wie dies möglicherweise bei einer „normalen“ Klage wäre) werden dann abhängig vom festgesetzten Streitwert Kosten in Höhe von 121,50 Euro (Streitwert: 2.500 Euro) bis 181,50 Euro (Streitwert: 5.000 Euro) fällig. Diese sind nicht über eine Vorauszahlung zu entrichten sondern müssen nach dem Verfahren bezahlt werden.
Zudem kann es je nach Bundesland noch zu zusätzlichen Kosten kommen, da eine fristwahrende Klage eingereicht werden muss.

Je nach Aufwand müssen dem Gericht zudem einige entstandene Kosten bezahlt werden. Dazu gehören z. B. der Versand von Akten oder das Anfertigen von Kopien. Diese Posten fallen mit circa 20 Euro pro Studienplatzklage und Gericht an.

Kosten des eigenen Anwalts

Die individuellen Kosten für deinen Rechtsanwalt ergeben sich zum einen durch den vom Gericht festgesetzen Streitwert und zum anderen durch den Umfang der Tätigkeit. Logischerweise musst du mehr bezahlen, wenn dein Rechtsanwalt eine Studienplatzklage gegen mehrere Hochschulen einreicht, als wenn du nur gegen eine Universität klagst.
Im Rahmen seiner Tätigkeit für dich ist dein Rechtsanwalt grundsätzlich an das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz gebunden und kann entweder danach abrechnen oder mit dir einen Pauschalpreis vereinbaren. So kannst du von Anfang an die Kosten fest kalkulieren. Allerdings darf dein Rechtsanwalt keinen günstigeren Pauschalpreis für seine Tätigkeit verlangen, als er nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz verlangen müsste.

Bei einem Streitwert von 2.500 Euro beträgt die Vergütung deines Anwalts nach dem RVG 272,87 Euro, bei einem Streitwert von 3.750 Euro fallen 402,82 Euro an und bei einem Streitwert von 5.000 Euro musst du 489,50 Euro einplanen.

Neben den Kosten, die sich aus dem Streitwert ergeben, kann dein Anwalt einige durch die Tätigkeit für dich entstandene Kosten an dich weitergeben. Dazu gehören z. B. die Kosten für Kopien aus Akten des Verwaltungsgerichtes, Telefonkosten und Reisekosten, wenn das Gericht nicht Stadt liegt, in der dein Rechtsanwalt seine Kanzlei hat.

Kosten des Anwalts der Hochschule

In den letzten Jahren lassen sich immer mehr Hochschulen von Anwälten bei Studienplatzklagen vertreten. Die Kosten für diese richten sich wie für deinen eigenen Rechtsanwalt immer nach dem festgesetzten Streitwert. Bei dem häufig festgesetzen Streitwert von 5.000 Euro fallen für den gegnerischen Anwalt also Gebühren von 489,50 Euro an.

Welche Kosten muss ich bezahlen?

Grundsätzlich ist es so: Wer ein Verfahren vor einem Gericht verliert, muss die Kosten tragen. Bei einer Studienplatzklage ist dies leider nicht immer der Fall. Weitere Informationen findest du im Artikel: „Wer trägt die Kosten einer Studienplatzklage?

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